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Lernfähig und intelligentDer NABU (D) hat die Dohle zum Vogel des Jahres 2012 gekürtSamstag, 15. Oktober 2011 08:34Sie sind ihrem Partner ein Leben lang treu, kümmern sich aufopfernd um ihren Nachwuchs und lieben das gesellige Leben: Die Dohle ist der "Vogel des Jahres 2012". Die Lebensgrundlage der Tiere ist aber bedroht.
Der „Vogel des Jahres 2012“ ist die schwarz gefiederte Dohle. Der kleinste Vertreter der Rabenvögel sei eine der intelligentesten heimischen Vogelarten, erklärte Nabu-Vizepräsident Helmut Opitz am Freitag in Berlin. Die Wahl hatten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) getroffen. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit gehört die Dohle nach Nabu-Angaben aber zu den bedrohten Tieren: In mehreren Bundesländern stehe sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die beiden Naturschutzverbände rufen dazu auf, vorhandene Lebensräume der Dohle zu erhalten und neue zu schaffen. Zudem erhoffen sie sich einen Imagegewinn für die Dohle durch die Benennung zum Vogel des Jahres, da sie als Unglücksbote und Pechvogel gilt. Ursprünglich seien die Dohlen Steppenbewohner gewesen, hätten sich aber in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet. Da aber immer mehr Grünflächen verschwinden und in der Landwirtschaft flächendeckend Pestizide eingesetzt werden, ist die Nahrungsgrundlage der Vögel gefährdet, wie der Nabu weiter mitteilte. Mit der Kür zum Vogel des Jahres solle zum Schutz der Dohle beitragen werden, die in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten oder auf der Vorwarnliste steht. Den Bestand schätzen die Naturschutzverbände auf 100.000 Brutpaare. Hohe Gebäude, vor allem Kirchtürme, seien bei den Dohlen besonders beliebte Nistplätze. Inzwischen würden Kirchtürme aber zunehmend mit Gittern versehen, um Tauben abzuwehren. So werde auch der Lebensraum der Dohle knapper. Vergrößert wird die „Wohnungsnot“ der Tiere den Angaben zufolge auch durch Gebäudesanierungen. Diese seien zwar wichtig, um Energie einzusparen – gleichzeitig verschwänden aber auch Nischen, Mauerlöcher und Dachstühle als Brutplätze. „Die Lebensräume werden immer mehr eingeengt“, sagte der LBV-Vorsitzende Ludwig Sothmann. Die Naturschützer wiesen besonders auf das hoch entwickelte Familien- und Gesellschaftsleben der Vögel hin: Dohlenpaare seien sich ihr Leben lang treu und kümmerten sich besonders fürsorglich um ihren Nachwuchs. Schon der Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz sei fasziniert gewesen von den lernfähigen und intelligenten Dohlen, die in Kolonien zusammenleben. „Vogel des Jahres 2011“ war der Gartenrotschwanz. Der Titel wird seit 1971 verliehen – der erste „Vogel des Jahres“ war damals der Wanderfalke. Vogel des Jahres 2011: Schwarzspecht
Tier des Jahres 2010 Der Titel geht an ein "pelziges Pollentaxi" ![]() Bild: Nicolas J. Vereecken, Pro Natura; die Hummel-Ragwurz "tut so" als wäre sie ein Langhornbienen-Weibchen. Pro Natura hat die Langhornbiene zum Tier des Jahres 2010 gewählt: Die "pelzigen Pollentaxis" zählen zu den rund 580 Wildbienenarten in der Schweiz. Die Wahl soll auf die Bedeutung dieser Millionen von kleinen Arbeiterinnen aufmerksam machen. Eine Besonderheit der Langhornbiene ist ihre Liebe zur Hummel-Ragwurz: Die Tiere sorgen für die Bestäubung dieser Orchideenart. Die Pflanze imitiert dabei den Geruch und die Form eines Langhornbienen-Weibchens und drückt beim vermeintlich amourösen Besuch dem Bienen-Männchen ihre Pollen auf den Kopf. Mit diesem Paket fliegt das Männchen als "Pollentaxi" weiter und bestäubt ungewollt eine nächste Hummel-Ragwurz. Diese hochspezialisierte Abhängigkeit ist ein eindrückliches Beispiel für die fragilen Wechselwirkungen der Biodiversität. Für Millionen von "unsichtbaren" Arbeiterinnen Die Wahl der Langhornbiene zum Tier des Jahres 2010 soll auf die Bedeutung der Millionen von "unsichtbaren" Insekten für die Biodiversität aufmerksam machen. 45 Prozent aller Wildbienen stehen in der Schweiz auf der Roten Liste der gefährdeten und bedrohten Arten. Die Bestäubung von Pflanzen ist eine unbezahlbare Dienstleistung aller Wildbienen. Verschwinden diese fleissigen Summer, verarmt die Vielfalt der Pflanzen und mit ihr die Nahrungsgrundlage für Mensch und Tier. Die Lebensräume der Wildbienen sind bedroht Die Wildbienen brauchen geeignete Lebensräume für die Nahrungssuche und die Fortpflanzung: Sie leben auf Trockenwiesen und -weiden, Brachen, in Kiesgruben oder in Obstgärten. Besonders wichtig für das überleben der
Wildbienen in der Schweiz sind Lebensräume mit lockerer
Vegetation. Denn rund die Hälfte aller Arten – so auch die
Langhornbienen – bauen ihre Nester in den Boden. Solche
Lebensräume verschwinden jedoch in unserer aufgeräumten und
überbauten Landschaft – auch die intensive Landwirtschaft mit
Monokulturen und Totalherbiziden raubt den Bienen Nahrung und
Nistplätze. ![]() Steckbrief der Langhornbiene Die Langhornbienen fallen auf unter den Wildbienen, auch wenn sie nur 13 bis 16 Millimeter lang sind: Ihre Fühler ("Hörner") sind so lang wie ihr Körper und sie haben einen pelzigen Rücken. Sie fliegen etwa von Mitte März bis Anfang August. Für die Nahrungssuche sind Langhornbienen auf die Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütler angewiesen. Das sind Pflanzen wie der Wundklee, die Wiesenplatterbse oder die Zaunwicke. Daher findet man das Tier des Jahres 2010 vor allem auf artenreichen Trockenwiesen, in Hochstamm-Obstgärten oder in Lehmgruben. Die Langhornbienen kommen in der ganzen Schweiz (ausser im östlichen Graubünden) vor. In der Schweiz leben rund 580 Wildbienenarten. Weltweit sind sogar 16'000 Arten nachgewiesen. Knapp die Hälfte aller Wildbienenarten in der Schweiz sind auf der Roten Liste der gefährdeten oder bedrohten Arten. Langhornbiene (Eucera) ist ein Gattungsname und somit Sammelbegriff für mehrere Eucera-Arten. Je nach Literatur ist die Rede von vier bis neun Eucera-Arten in der Schweiz. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den bekannten Honigbienen, leben praktisch alle Wildbienen als Einzelgänger. Biodiversität Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens in all seinen Formen: Von der Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten über die Vielfalt der Lebensräume oder ökosysteme bis zur genetischen Vielfalt. Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufen. Orchideen - Mogelsex Werner David, D - Erding Gehst du zum Weibe - vergiss die Brille nicht! Blüten sind den Wildbienen von Herzen zugetan, denn dank dem Insekten-UPS der Lüfte wird der Pollen fristgerecht an der richtigen Adresse abgeliefert und sorgt damit für eine korrekte Bestäubung der jeweiligen Art. Als Gegenleistung lassen sich die Pflanzen nicht lumpen und spendieren Nektar als energiereichen Flugsprit und eiweissreichem Pollen als Bio-Alete für die Bienenmaden. Die einheimische Orchideengattung Ophrys (Ragwurz) setzt dem ganzen die Krone auf: Sie bietet ihren Bestäubern, vor allem Männchen der Erdbienen (Andrena) und der Langhornbienen (Eucera), einen ganz speziellen Service: Sex! Genau genommen „Mogelsex“, denn sie führt die paarungshungrigen Bienenmännchen schamlos an der Nase herum, und hält letztendlich doch nicht, was sie so verführerisch verspricht. ![]() Zu diesem Zweck imitiert die Orchideenblüte die Umrisse eines Insektenweibchens, um die Bienenmännchen zur Kopulation zu verlocken. Der IQ liebestrunkener Männchen wird in der Regel sowieso nur knapp über Null angesiedelt, aber ein Blick auf die entsprechende Blüte führt zunächst nur zu ungläubigem Kopfschütteln. So blöd kann doch nicht einmal ein Männchen sein! Aber die Blüte hat es faustdick hinter den nicht vorhandenen Ohren! Stellen Sie sich vor, Sie gehen in der Dämmerung durch einen Park und plötzlich weht Ihnen ein süsser, absolut verführerischer Parfumduft um die Nase. Vermutlich werden Sie sich unwillkürlich umsehen, um das entsprechende „Weibchen“ zu orten. Genau diese Methode wendet nun auch die Orchidee an. Insekten orientieren sich bei der Suche nach dem Weibchen in erster Linie an den Sexualduftstoffen, die dieses verströmt. Durch den Duft dieses hochkomplexen, chemischen Substanzgemisches werden die Männchen bereits aus weiter Entfernung angelockt. Die Orchidee greift also kurzerhand zur chemischen Trickkiste und parfümiert sich, und sie verwendet fast exakt die gleiche Marke wie die Bienenweibchen. Ein Tarnmäntelchen aus Wohlgerüchen! Raffinierter geht es wohl nicht mehr. Ein Bienenmännchen dem dieser überaus verlockende Duft in die Fühler sticht wird sofort einen Bogen schlagen um sich seiner vermeintlichen Angebeteten zu nähern. Bei den optischen Schlüsselreizen existiert dann offensichtlich nur noch ein relativ grobes Raster. Typisch Mann! Die Lippe der Blüte ahmt den Hinterleib des Weibchens nach und stimmt damit in der Grösse überein. Ausserdem besitzt sie ein stark reflektierendes Farbmal, den „Spiegel“ der die zusammen gelegten und ebenfalls stark reflektierenden Flügel eines Insekts imitiert. Zusammen mit dem passenden Duft reicht das zunächst einmal völlig aus um das Bienenmännchen zur Landung zu verführen. Die Blüte atmet erleichtert auf und reibt sich triumphierend die Blütenblätter. Hab ich dich! Wer je seine Liebste im Arm gehalten hat, wird die die Wirksamkeit der letzten, noch fehlenden Reizgruppe bestätigen: Berührungsreize (taktile Reize). Sie können sich doch sicher erinnern!
Duft und grobe Form der Orchideenblüte haben das Bienenmännchen bisher überzeugt, aber jetzt gibt ihm die Blüte noch den Rest, um auch nicht den Schatten eines Zweifels aufkommen zu lassen. Dichte, Länge, Strich und Elastizität der Behaarung entsprechen weitgehend dem Abdomen eines Weibchens, auch die Krümmung der Blütenlippe passt perfekt. So viel Raffinesse ist ein schlichtes Bienenmännchen nicht gewachsen, er wähnt sich am Ziel all seiner Hoffnungen und leitet die Kopulation ein. Spätestens dann wird es allerdings stutzig, denn irgendwie ist das doch alles ganz anders, als es sich gehört. Wir wissen nicht ob ein Bienenmännchen Frustration empfinden kann, auf alle Fälle wird es nach einigen fruchtlosen Begattungsversuchen das Handtuch werfen und sich wieder aus dem Staub machen. Aber nicht allein! Bei den Orchideen staubt der Pollen nicht einfach nur unordentlich durch die Gegend, die Inhalte der Pollensäcke sind zu einem so genannten „Pollinium“ vereinigt. Es sieht ein bisschen aus wie eine lang gestielte Keule und ist am Ende mit einer Klebescheibe versehen. Sie ahnen was jetzt kommt? Genau! Bei den fruchtlosen Paarungsversuchen stösst das Männchen mit dem Kopf exakt gegen die Klebescheiben und bekommt so unweigerlich die Pollinien angeheftet. Der Duft der nächsten Blüte wird das Männchen unweigerlich wieder in seinen Bann ziehen, dabei wird der Pollen übertragen und die Orchidee hat ihr Ziel nun endlich erreicht. Nicht ganz einfach, aber sehr wirkungsvoll. Abschliessend noch ein paar Worte zur Ehrenrettung der so trickreich gefoppten Männchen. Die Bienenmännchen schlüpfen einige Zeit vor den Weibchen, das heisst es gibt zunächst einmal gar keine „echten“ Weibchen. Nur die verführerischen Ophrys-Blüten! Kann man den armen Männchen daraus einen Strick drehen, wenn sie jetzt schwach werden? Auch nach dem Schlüpfen der Weibchen sind die Männchen deutlich in der überzahl, das heisst es wird immer wieder einer der Freier, der noch kein „richtiges“ Weibchen entdeckt hat, den Verlockungen der Orchidee erliegen. Eine Kuriosität noch zum Schluss:. Die gelbe Ragwurz (Ophrys lutea) wird von Erdbienen der Gattung Andrena bestäubt. Stellt man ein Bienenmännchen vor die Wahl zwischen Andrena-Weibchen und Ophrys-Blüte, interessiert es sich ausschliesslich für die Blüte, d.h. die Attrappe übertrifft in ihrer Wirksamkeit sogar das Original, eine so genannte „übernormale“ Attrappe! Ophrys lutea, die ungeschlagene Sexbombe unter den Orchideen. Wie schön, dass wir keine Bienenmännchen sind! Literatur:
Mauerbau in Bellikon:
Die Gemeinde Bellikon investiert in die Erhaltung
und die Pflege alter Rebbaustrukturen im Gemeindegebiet.
Und einsam thront am Horizont ...............
Der Baustellenwagen wunderbar..... Der Einsatz wurde durch Zivildienstleistende durch die Stiftung Umwelteinsatz Schweiz durchgeführt.
Die Koordination und die Planung obliegt dem Gemeinderat und der
Einsatzleitung der Stiftung.
Zivildienstleistende im Bellikereinsatz!
Die Natur wird sich diese Mauer bald als Heimat von Eidechsen
und seltenen Pflanzen wie z. B. dem Rötlichen Mauerpfeffer
zurückerobert haben. Dereinst wird dann dank diesem Mauerbau ein wertvoller Biotop für seltene Trockenheit liebende Tiere und Pflanzen entstanden sein.....
Und nun ist
sie erstellt und bezugsbereit!
....Der NVB hat sich zum Ziel gesetzt, der Natur tatkräftig beizustehen, diese wo immer zu schützen und uns zu bemühen, vernetzte Räume und Kleinstrukturen zu pflegen, wo sich die selten gewordenen Arten erholen und ausbreiten können.
Der Verein setzt sich vor allem für die Belange der Natur im umliegenden Gebiet ein.
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